Springbrunnen trifft auf Kuppler
von Sven Schimmel (Kommentare: 0)

OELSNITZ/ERZG.: Dass man Feuerwehrgeräte auch zweckentfremden kann, ist nicht neu. Diesmal aber war das sogar gewollt: Zu den „Feuerwehrspielen“ am 6. Juli 2013, die der Regionalbereich Stollberg der Kreisjugendfeuerwehr Erzgebirge in diesem Jahr erstmals angeboten hatte, sollten viele Strahlrohre, Verteiler, Stützkrümmer, Übergangsstücke, Saugkörbe, Standrohre und vieles mehr zu neuen Dingen aneinandergebaut werden. Heraus kam ein Springbrunnen, der, entsprechend mit Wasser gespeist, insbesondere durch seine Wurfhöhe beeindruckte. Der Maschinist des wassergebenden Löschfahrzeugs hatte sichtlich seine Freude dran.
An anderer Stelle sollte, wiederum aus unzähligen Gerätschaften, ein „Armaturenmännchen“ gebaut werden - quasi ein Riesenpuzzle für den Feuerwehrnachwuchs, aber auch eine knifflige Aufgabe. Immerhin sollte das Männlein von allein stehen und so mussten die Gerätschaften auch nach ihrem Gewicht beurteilt werden, um eine übermäßige Gewichtsverlagerung zu vermeiden.
Feuerwehr und Fußball passen zusammen

Selbst Fußball und Feuerwehr passen irgendwie zusammen. Der Beweis: Auf einem kleinen Feld musste mittels Strahlrohr und Kübelspritze ein Fußball galant in das gegnerische Tor „gespritzt“ werden. Ohne Zweifel eine feuchte Angelegenheit – nicht nur für den Ball.
Die Feuerwehrspiele waren im Gelände des Waldbades Neuwürschnitz recht prominent platziert und Wasser damit reichlich vorhanden. Ideale Bedingungen, um auch einen Wasserwerfer zu bauen oder nach Zeit Wasser mittels Pylonen zu transportieren.
Wettbewerb gestartet

Weil es aber ohne Wettbewerbscharakter auch nicht geht, hatte „Spielleiter“ Daniel Seltmann noch zur „Schlauchwickelmeisterschaft“ aufgerufen. Dabei hieß es: Jeder gegen Jeden, immer in der Altersklasse und schön den Schlauch doppelt aufrollen. Von Hand, versteht sich. Und die Erkenntnis: Die Jüngeren stehen den Älteren in Nichts nach, ebensowenig wie die jungen Damen den jungen Herren.
Mittagessen kam aus der Gulaschkanone. „Chefkoch“ Manuel Blietz und das Team der FF Oelsnitz/Erzg. hatten Linsensuppe vorbereitet, die zur Auswertung gar mit Beifall bedacht wurde.
„Ich freue mich, dass eine neue Idee unserer Regionalbereichsleitung wieder solch einen Anklang gefunden hat.“, sagte Regionalbereichsleiter Jan Slawski resümierend und fügte hinzu: „Ich glaube, wir sind weiterhin auf dem richtigen Weg, unseren Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle und erfüllende Freizeitbeschäftigung jenseits von Spielekonsole und Fernsehgerät zu bieten.“
Aber, wenn man so will, so ein Feuerwehrfahrzeug ist ja auch irgendwie eine Spielekonsole - sogar eine ziemlich große.
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.